CRM-Einführung: Warum 80 Prozent der Unternehmen nur 20 Prozent des Potenzials nutzen

Die meisten Unternehmen scheitern nicht an ihrer CRM-Software, sondern an der CRM-Einführung. Unsere Sales Excellence Studie zeigt ein konsistentes Bild: Zwischen 70 und 80 Prozent aller Unternehmen nutzen nur rund 20 Prozent des Potenzials, das ihr CRM-System bieten könnte. Für die meisten Firmen hat das CRM deshalb keinen messbaren Einfluss auf Wachstum oder Gewinn. Bei rund der Hälfte übersteigen die Systemkosten sogar den generierten Nutzen.

Das ist keine Frage der Software. Es ist eine Frage der Strategie, der Transformation und der organisatorischen Bereitschaft.

Auf einen Blick:

  • 70 bis 80 Prozent der Unternehmen nutzen nur rund 20 Prozent ihres CRM-Potenzials
  • Bei rund 50 Prozent übersteigen die Kosten den Nutzen
  • Drei Ursachen: CRM als IT-Projekt, falsch konzipierte Daten, Trennung von CRM und Pricing
  • Unternehmen mit konsequenter Transformation berichten von 10 bis 20 Prozent mehr Gewinn

Datenbasis: Sales Excellence Studie 2025, 217 befragte Vertriebsentscheiderinnen und Vertriebsentscheider aus der Schweiz, erhoben mit dem SIVH und der Berner Fachhochschule.

Die ernüchternde Wahrheit über CRM-Investitionen

Die Zahlen wiederholen sich Jahr für Jahr. Unternehmen investieren sechsstellige Beträge in Lizenzen, Implementierungspartner und Schnittstellen, und am Ende steht ein System, das im besten Fall die Adressverwaltung digitalisiert hat. Der Vertrieb arbeitet weiter wie vorher, nur mit mehr Pflichtfeldern.

Wenn Du in Deinem Unternehmen die Frage nicht klar beantworten kannst, welchen zusätzlichen Umsatz oder welche zusätzliche Marge Dein CRM in den letzten zwölf Monaten erzeugt hat, dann gehörst Du sehr wahrscheinlich zu diesen 70 bis 80 Prozent.

Warum CRM-Projekte scheitern: die drei tiefsten Ursachen

Erstens: CRM wird als IT-Projekt behandelt, nicht als Wachstumsprojekt. Das Management delegiert die Verantwortung an die IT-Abteilung. Die wählt ein System nach Sicherheits- und Integrationskriterien aus, nicht nach Vertriebswirksamkeit. Die eigentliche Herausforderung, nämlich die Transformation der Arbeitsweise in Marketing, Vertrieb und Service, bleibt aus. Ein CRM-Projekt ohne Sponsorship aus der Geschäftsleitung und ohne Verantwortung im Vertrieb ist ein Softwarekauf, keine CRM-Einführung.

Zweitens: Die Daten sind falsch konzipiert. Viele Unternehmen pflegen E-Mail-Adressen, Umsätze und Produktkäufe. Was fehlt: die Einstellungen der Kundinnen und Kunden, ihre Entscheidungspräferenzen, ihre Jobs-to-be-done. Wer nach Umsatz und Postleitzahl segmentiert statt nach Einstellung und Zahlungsbereitschaft, verliert den eigentlichen Insight-Wert des CRM. Das System weiss dann alles darüber, was gekauft wurde, und nichts darüber, warum.

Drittens: CRM ist von Pricing isoliert. Im B2B-Kontext sind Kundendaten über Zahlungsbereitschaften und wahrgenommene Mehrwerte die Grundlage für jede Pricing-Entscheidung. Wer CRM und Pricing trennt, verschenkt einen der wirkungsvollsten Hebel für profitables Wachstum. Rabatte werden dann im Bauchgefühl vergeben, statt aus Daten abgeleitet. Und die Marge fliesst still aus dem Unternehmen ab.

Was bei der CRM-Einführung tatsächlich funktioniert

Wir haben in den letzten Jahren zahlreiche Unternehmen bei der CRM-Transformation begleitet. Das Muster bei den erfolgreichen Projekten ist klar.

Transformation vor Digitalisierung. Erfolgreiche Unternehmen sind bereit, die bisherige Arbeitsweise in Vertrieb, Marketing und Service grundlegend zu verändern, nicht nur zu digitalisieren. Das bedeutet unbequeme Entscheidungen: zur Website-Tracking-Infrastruktur, zu Lead-Scoring-Modellen und zur Frage, wofür Vertriebsmitarbeitende ihre Zeit einsetzen dürfen und wofür nicht.

Einstellungsbasierte Segmentierung statt Demografie. Nicht «Welche Produkte hat Kunde X bisher gekauft?», sondern «Welche Einstellung hat Kunde X zu Innovation? Welchen Mehrwert sucht er wirklich? Wie trifft er Entscheidungen?» Diese Daten lassen sich skaliert erfassen und erlauben Segmentierungen, die tatsächlich zu besseren Ansprachen führen. Genau hier entsteht der Insight-Wert, für den ein CRM überhaupt gebaut wurde.

CRM und Pricing integrieren. Jedes realisierte Angebot, jede Preisverhandlung, jede Konditionenvereinbarung muss im CRM sichtbar sein. Und umgekehrt muss die Preisgestaltung von den Erkenntnissen aus dem CRM gespeist werden. Erst diese Rückkopplung macht aus dem CRM ein Instrument für profitables Wachstum statt für blosse Aktivitätenprotokolle.

10 bis 20 Prozent mehr Gewinn: was CustomersX-Kunden erleben

Unsere Kunden berichten nach einer konsequenten CRM-Implementierung im Durchschnitt von einer Gewinnsteigerung von 10 bis 20 Prozent. Das ist kein Versprechen, sondern das Ergebnis einer Transformation, die weit über die Systemeinführung hinausgeht.

Der Weg dahin ist nicht einfach. Es gibt Widerstände, Korrekturen und Rückschritte. Aber das Ziel ist erreichbar, wenn Du bereit bist, mehr in die organisatorische Transformation zu investieren als in die IT-Lizenz.

Fünf Fragen vor Deiner nächsten CRM-Entscheidung

Bevor Du die nächste Lizenz unterschreibst, beantworte diese fünf Fragen:

  1. Wer aus der Geschäftsleitung trägt die Verantwortung für den Geschäftserfolg des Projekts, nicht nur für die Einführung?
  2. Welche konkrete Arbeitsweise in Vertrieb, Marketing und Service soll sich verändern?
  3. Welche Daten über Einstellungen und Entscheidungspräferenzen erheben wir, und wie?
  4. Wie fliessen Pricing-Informationen ins CRM zurück?
  5. An welcher Kennzahl messen wir in zwölf Monaten, ob sich die Investition gelohnt hat?

Wer diese fünf Fragen nicht beantworten kann, kauft Software. Wer sie beantworten kann, startet eine CRM-Einführung.

Warum Unternehmen mit CustomersX arbeiten

Der Markt für CRM-Beratung ist voll. Die meisten Anbieter kommen aber aus einer von zwei Richtungen: Entweder sie sind Implementierungspartner eines Systemherstellers, dann ist die Systemwahl faktisch schon getroffen, bevor das erste Gespräch beginnt. Oder sie sind klassische Strategieberatung, dann endet das Mandat mit einer Präsentation, und die Veränderung im Vertriebsalltag beginnt nie.

Wir arbeiten anders, und zwar in vier Punkten:

Wir sind nicht an einen Systemhersteller gebunden. Wir verdienen nichts an Lizenzen und nichts an Implementierungsstunden. Unsere Empfehlung für ein System folgt aus Deiner Vertriebsstrategie, nicht aus einem Partnervertrag.

Wir bringen CRM und Pricing zusammen. Das ist die dritte Ursache aus diesem Beitrag, und es ist genau die Lücke im Markt: CRM-Beratungen rechnen keine Preise, Pricing-Beratungen kennen keine Vertriebsprozesse. Bei uns sitzt beides in einem Team. Deshalb sprechen wir über Zahlungsbereitschaften und Deckungsbeiträge, nicht nur über Pipelines und Dashboards.

Wir arbeiten mit eigener Datenbasis. Mit der jährlichen Sales Excellence Studie befragen wir gemeinsam mit dem SIVH und der Berner Fachhochschule Schweizer Vertriebsentscheiderinnen und Vertriebsentscheider, zuletzt 217. Wir wissen dadurch nicht nur, was in Deinem Unternehmen passiert, sondern auch, wo Du im Vergleich zum Schweizer B2B-Markt stehst.

Wir kommen aus Forschung und Praxis. Unsere Beraterinnen und Berater unterrichten im CAS Sales in Partnerschaft mit der Berner Fachhochschule und publizieren zum Thema Kundenorientierung. Was wir empfehlen, ist methodisch fundiert und in Schweizer B2B-Projekten getestet.

Wie wir Dich unterstützen

Je nachdem, wo Du gerade stehst, setzen wir an einem anderen Punkt an:

Du weisst nicht, ob Dein CRM etwas bringt. Wir machen eine Potenzialanalyse: Wir schauen uns Nutzung, Datenmodell und Prozesse an und zeigen Dir in wenigen Wochen, welcher Anteil des Potenzials heute genutzt wird und welche drei Hebel den grössten Effekt hätten.

Du stehst vor einer Systemauswahl oder einer Ablösung. Wir führen die Evaluation herstellerneutral: Anforderungen aus der Vertriebsstrategie ableiten, Longlist und Shortlist, strukturierte Anbietervergleiche und Verhandlungsunterstützung. Am Ende steht eine Entscheidung, die Du gegenüber der Geschäftsleitung begründen kannst.

Dein System läuft, aber die Wirkung fehlt. Wir begleiten die Transformation: einstellungsbasierte Segmentierung aufbauen, Lead-Scoring und Tracking neu aufsetzen, Vertriebsprozesse und Rollen anpassen, Pricing anbinden und die Organisation über die Widerstände hinweg mitnehmen.

Deinem Team fehlen die Fähigkeiten. Über das SIVH und die Berner Fachhochschule qualifizieren wir Vertriebsteams und Führungskräfte berufsbegleitend weiter, vom Seminar bis zum CAS.

Fazit

Ein CRM ist kein IT-System, sondern ein Wachstumsinstrument. Der Unterschied zwischen den 20 Prozent Potenzialnutzung und dem vollen Effekt liegt nicht in der Software, sondern in der Bereitschaft, Arbeitsweise, Daten und Pricing gemeinsam neu zu denken.

Kundenorientierung ist anstrengend, aber es lohnt sich. 🚀

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In 45 Minuten gehen wir gemeinsam die fünf Fragen aus diesem Beitrag für Dein Unternehmen durch. Du bekommst danach eine Einschätzung, wo Du im Vergleich zum Schweizer B2B-Markt stehst, und die zwei bis drei Hebel mit dem grössten Effekt auf Deine Marge. Kostenlos, ohne Verkaufspräsentation und ohne Verpflichtung.

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Häufige Fragen zur CRM-Einführung

Warum scheitern so viele CRM-Projekte?

Weil CRM als IT-Projekt statt als Wachstumsprojekt geführt wird. Die Software wird eingeführt, die Arbeitsweise in Vertrieb, Marketing und Service bleibt unverändert. Ohne diese Transformation entsteht kein messbarer Effekt auf Umsatz oder Gewinn.

Wie messe ich den ROI meiner CRM-Einführung?

Über Geschäftskennzahlen, nicht über Nutzungskennzahlen. Relevant sind Conversion Rate entlang des Funnels, durchschnittliche Deal-Grösse, Rabatthöhe, Kundenbindungsrate und Deckungsbeitrag pro Segment. Loginzahlen und gepflegte Datensätze sind Hygienefaktoren, keine Wirkung.

Was ist einstellungsbasierte Segmentierung?

Eine Segmentierung nach Einstellungen, Entscheidungspräferenzen und Jobs-to-be-done der Kundinnen und Kunden statt nach demografischen Merkmalen wie Umsatz, Branche oder Postleitzahl. Sie erklärt, warum gekauft wird, und erlaubt dadurch deutlich treffsicherere Ansprache und Preisgestaltung.

Was hat CRM mit Pricing zu tun?

Im B2B sind Daten über Zahlungsbereitschaft und wahrgenommenen Mehrwert die Grundlage jeder Preisentscheidung. Diese Daten entstehen im Kundenkontakt und gehören ins CRM. Sind CRM und Pricing getrennt, werden Rabatte aus dem Bauch heraus vergeben und Marge geht verloren.

Wie lange dauert eine CRM-Transformation?

Die technische Einführung dauert je nach Umfang wenige Monate. Die organisatorische Transformation, also veränderte Arbeitsweisen, neue Datenkonzepte und die Integration mit Pricing, ist ein Prozess über zwölf bis vierundzwanzig Monate mit laufenden Korrekturen.

Welches CRM-System ist das beste?

Diese Frage kommt zu früh. Erst wenn geklärt ist, welche Arbeitsweise sich verändern soll und welche Daten dafür nötig sind, lässt sich sinnvoll evaluieren. Die Systemwahl ist die Konsequenz der Strategie, nicht ihr Ausgangspunkt.

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Eine professionelle CRM-Beratung analysiert, wie Unternehmen ihre Kundenbeziehungen systematisch steuern – von der Tool-Auswahl bis zur Prozessintegration. Sie lohnt sich besonders dann, wenn Vertriebsdaten dezentral liegen, Abschlussquoten stagnieren oder das Wachstum durch fehlende Transparenz im Sales-Funnel gebremst wird. Wer gleichzeitig seinen Verkaufsansatz schärfen will, sollte CRM-Einführung und Vertriebsstrategie gemeinsam angehen.

Kundenorientiertes Preismanagement bedeutet, Preise nicht nur kostenbasiert zu kalkulieren, sondern den wahrgenommenen Mehrwert beim Kunden in den Mittelpunkt zu stellen. Gerade bei Zusatzdienstleistungen oder im Product-Bundling liegt erhebliches Margen-Potenzial brach. Eine durchdachte Preisstrategie ist zugleich ein zentraler Hebel im Geschäftsmodell und beeinflusst direkt die Kundenwahrnehmung.

B2B-Unternehmen profitieren von einem strukturierten Verkaufsansatz, der Kundenzentrierung mit messbaren Abschlussprozessen verbindet. Das Sales Excellence Modell von CustomersX definiert, welche Fähigkeiten, Prozesse und Führungsimpulse nötig sind, um dauerhaft überdurchschnittliche Vertriebsergebnisse zu erzielen. Strategisches Key Account Management ist dabei oft der erste Hebel, um Bestandskunden profitabler zu entwickeln.

Kundenorientierung ist mehr als Freundlichkeit im Service. Sie beschreibt, wie konsequent ein Unternehmen Entscheidungen, Prozesse und Angebote an den tatsächlichen Bedürfnissen seiner Kunden ausrichtet. Das Kundenorientierung Modell von CustomersX macht diese Dimension greifbar und messbar – ergänzt durch den Customer Centricity Canvas als praktisches Arbeitswerkzeug. Unternehmen, die hier investieren, schaffen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und differenzierte Geschäftsmodelle.

Die Outpacing-Strategie beschreibt, wie Unternehmen gleichzeitig auf Kosteneffizienz und Differenzierung setzen – statt sich für einen Weg zu entscheiden. Das erfordert eine gezielte Weiterentwicklung des Geschäftsmodells entlang von Kundenbedürfnissen. Wer diesen Transformationsprozess angehen will, braucht eine konsequente Kundenorientierung als Fundament – und ein Vertriebssystem, das den neuen Positionierungsanspruch auch nach aussen trägt.